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Am Stein 12, 47533 Kleve

Sehenswürdigkeiten

Wir stellen Ihnen gerne eine kleine Auswahl der Sehenswürdigkeiten von Kleve zur Verfügung. Für weitere Informationen besuchen Sie bitte die Internetpräsenz der Stadt Kleve – www.kleve.de

Schwanenburg

schwanenburgDie Schwanenburg als Wahrzeichen des Klever Landes prägt die Silhouette der Stadt. Der am 7. Oktober 1439 eingestürzte Schwanenturm habe schon 300 Jahre vor Gottes Geburt an dieser Stelle gestanden, Cäsar habe ihn erbauen lassen. Dies ist auf einer Inschrift über dem Eingang des Schwanenturms zu lesen, die Herzog Adolf nach Wiederaufbau des Turmes anbringen ließ. Denkbar ist es schon, dass sich zur Römerzeit an dieser hoch über dem Rhein gelegenen Stelle, auf halbem Wege zwischen Xanten und Nijmegen, ein Stützpunkt befand.

Der um 1170 errichtete Rittersaal stand dort, wo sich heute der von Linden umsäumte Parkplatz im äußeren Burghof befindet. Reste des reich verzierten Saales sind an Portalen im Innenhof der Burg eingebaut worden und heute noch zu sehen. Ebenfalls im 12. Jahrhundert entstand an der ehemaligen Burgmauer die doppelsitzige Toilettenanlage (mit Wasserspülung!), die im 15. Jahrhundert in den Bau des Spiegelturms integriert wurde.

Wahrscheinlich ist, dass um 1020 Fürst Rutger von Flandern von Kaiser Heinrich II. als Graf von Kleve eingesetzt worden ist. Es folgte nun eine Reihe von Grafen und infolge einer zielbewussten Heiratspolitik wurde das vereinigte Herzogtum Kleve-Jülich-Berg im 16. Jahrhundert ein beachtliches Machtzentrum in Europa. Der letzte Herzog, Johann Wilhelm, starb 1609 ohne Nachkommen. Es entbrannte der jülich-klevische Erbfolgestreit, das Herzogtum Kleve fiel an Brandenburg.

1663 ließ der Statthalter des Großen Kurfürsten, Johann Moritz von Nassau-Siegen die Burg durch den niederländischen Architekten Pieter Post im Stil des niederländischen Barocks umbauen. In der Mitte des 18. Jahrhunderts reduzierte sich der Bau durch Einsturz und Abriss auf den heutigen Umfang. Seit damals befinden sich auf der Burg die Gerichtsbehörden, heute ist hier der Sitz des Amts- und Landgerichts Kleve. Im Schwanenturm befindet sich ein kleines geologisches Museum, außerdem bietet sich hier ein eindrucksvolles Panorama über die Rheinebene bis in die Niederlande.

Schwanenburg

Schloßberg 1

47533 Kleve

Stiftskirche

stiftskircheUm 1341 verlegte Graf Dietrich IX. das Stift Monterberg (bei Kalkar) nach Kleve und fing an, die alte Johanniskirche durch eine neue Stiftskirche zu ersetzen. 1356 konnte der Chor geweiht werden, im Jahre 1426 war der Bau vollendet. Beim Einmarsch französischer Revolutionstruppen 1794 erlitt die Kirche schwere Schäden und wurde 1803 der Pfarre Kleve zugesprochen. Nach der Zerstörung der Kirche im zweiten Weltkrieg wurde 1951 mit dem Wiederaufbau begonnen.

Niemand, der die Kirche betritt, kann sich der großartigen Raumwirkung des Inneren entziehen. Mächtige Pfeiler aus Trachyt tragen die Bögen und die Last der Gewölbe; gleichzeitig gliedern sie den großen Kirchenraum in ein Haupt- und zwei Seitenschiffe. Besonders sehenswert sind der restaurierte Marienaltar im Hochchor von H. Douverman und der Kreuzaltar im rechten Seitenschiff, der um die Mitte des 16. Jahrhunderts in Antwerpen entstanden ist. Weitere Sehenswürdigkeiten sind das Epitaph im Chor des rechten Seitenschiffes, die Herzogsgruft, die nördliche Vorhalle und der Zelebrationsaltar.

Vor der Nordseite der Kirche befindet sich das Denkmal für die Gefallenen beider Weltkriege von Ewald Mataré, das einen gefallenen Soldaten darstellt. Die Plastik wurde in der Zeit des Dritten Reiches vergraben, da der Künstler als “entartet” galt. Nach systematischer Suche wurden die Teile wiedergefunden, restauriert und am Kleinen Markt vor der Kirche aufgestellt.

Hinweis: Während der Gottesdienstzeiten ist keine Besichtigung möglich.

Gruppenführungen durch die Stiftskirche können bei Kleve Marketing (Telefon: 0 28 21 / 89 50 90) gebucht werden.

Museum Kurhaus

museum_kurhausDas Museum Kurhaus Kleve an der von prachtvollen Villen gesäumten Kurallee von Kleve stammt aus der Blütezeit von „Bad Cleve“. Das Gebäude wurde 1845 und 1846 bzw. 1872 in zwei Abschnitten errichtet und liegt neben dem Amphitheater aus dem 17. Jahrhundert. Nach dem Ersten Weltkrieg verfiel das Kurhaus. Anfang der 1990er Jahre wurde damit begonnen es nach Entwürfen von Prof. Walter Nikkels in ein modernes Museum zu verwandeln.

1997 konnte das Museum eingeweiht werden und die erreichte Balance zwischen Alt und Neu sorgte für Aufsehen in der Kunstwelt. 2012 wurde als letzter Bauabschnitt der „Joseph Beuys Westflügel“ eröffnet. In ihm befinden sich die Atelierräume, in denen Joseph Beuys in den Jahren 1957 bis 1964 arbeitete. Hier begründete er seinen Erweiterten Kunstbegriff und bereitete seine beispiellose internationale Karriere vor.

Das Museum Kurhaus Kleve präsentiert Kunstwerke vom Mittelalter bis zur Gegenwart, von der barocken Malerei des Rembrandt-Schülers Govert Flinck bis zu den Objekten von Joseph Beuys und Künstlern jüngerer Generationen. Einen Schwerpunkt bildet der Nachlass des bedeutenden deutschen Bildhauers der klassischen Moderne Ewald Mataré (1887–1965). Wechselausstellungen ergänzen das Angebot.

Dank der tatkräftigen Unterstützung des Freundeskreises Museum Kurhaus und Koekkoek-Haus Kleve e. V., der mittlerweile mehr als 1.600 Mitglieder hat, konnte die Kollektion des Museums seit seiner Eröffnung schnell wachsen.

Die Sammlung wurde durch Arbeiten aus den im Haus abgehaltenen Ausstellungen internationaler Gegenwartskünstler, wie Franz Gertsch, Richard Serra , Mario Merz, Alex Katz, Giuseppe Penone oder Ettore Spalletti stetig vergrößert, viele von ihnen schufen eigens ortsspezifische Arbeiten für das Museum, etwa Richard Long oder Niele Torroni. Daneben wurde ein besonderer Akzent auf Werke der Fotografie gesetzt, etwa von Thomas Struth, Andreas Gursky, Thomas Ruff oder Jeff Wall.

Weiterhin existiert im Haus eine Spezialsammlung über Malerei und Plastik des späten Mittelalters am Niederrhein, dazu zählen Hauptwerke von Dries Holthuys, Arnt von Tricht und Henrik Douwerman. Dazu gesellt sich, als weiterer Sammlungsschwerpunkt, das grafische Kabinett Robert Angerhausen. Bedeutende Bilder des Klever Grafen- und Herzoghauses sowie Bilder und Dokumente über das Wirken von Johann Moritz von Nassau-Siegen sind ebenfalls zu sehen.

Museum Kurhaus

Tiergartenstraße 41

47533 Kleve

0 28 21 / 75 01 0

info@museumkurhaus.de

www.museumkurhaus.de

Aussichtsturm

aussichtsturmExakt 99 Meter hoch ist der Klever Berg und damit ist dies nicht nur die höchste Erhebung im hügeligen Stadtgebiet, sondern auch der höchste Berg am gesamten unteren Niederrhein. Auf seiner Spitze ließ Fürst Johann Moritz von Nassau-Siegen zusätzlich noch einen sechs Meter hohen Aussichtshügel aufwerfen. Heute steht hier der Aussichtsturm und bietet dem Besucher einen Rumdumblick über das Klever Land.

Bei gutem Wetter sieht man im Nord-Westen die niederländische Nachbarstadt Nimwegen, die Flüsse Waal und Rhein, im Norden den Eltenberg und die Höhe von Montferland bei ‘s-Heerenberg, im Süd-Osten die Türme des Sankt Viktor-Doms von Xanten und im Süden und Westen Goch und den Reichswald.

Zur Zeit ist die Besichtigung des Turms leider nicht möglich. Die Renovierung und Neueröffnung ist für 2013 geplant.

Aussichtsturm

Königsallee 260

47533 Kleve

Historische Gartenanlagen

gartenanlagenIm 17. Jahrhundert machte der brandenburgische Statthalter im Herzogtum Kleve, Johann Moritz von Nassau-Siegen, sich zum Ziel, seine Residenzstadt und ihr Umland zu einer nie da gewesenen Parklandschaft umzugestalten. Mit den Klever Gärten setzte er sich ein Denkmal, das von Berlin bis Versailles vielfach als Anregung diente.

Jakob van Campen, der mit der Ausführung der Arbeiten betraut war, legte als zentralen Punkt den Sternberg an, von dem 12 Alleen ausgingen, die auf besondere Aussichtspunkte gerichtet waren. Besonderer Blickfang ist bis heute das Amphitheater am Springenberg. In der Art eines antiken Theaters staffeln sich Böschungen und Mulden am Berghang, auf verschiedenen Terrassen spiegelt sich das Himmelsblau in Teichflächen. In der Mitte thront eine Statue der Pallas Athene.

Zur Feier des 400. Geburtstags von Johann Moritz wurde 2004 der von ihm 1653 errichtete „Eiserne Mann“, der 1794 zerstört worden war, am historischen Standort mit einer Skulptur von Stephan Balkenhol wieder errichtet.

Vor den Anlagen des Amphitheaters endet der Kanal, der Kleve nach dem Willen von Johann Moritz mit dem Rhein verbinden sollte. Das rund 600 Meter lange Wasserbecken schafft einen weiteren „point de vue“: er lenkt den Blick über die Rheinebene hinweg bis zum Eltenberg.

1782 ließ der klevische Kammerpräsident Julius Ernst von Buggenhagen den nahe gelegenen Forstgarten anlegen und pflanzte nach Art eines Botanischen Gartens 150 verschiedene fremdländische Gehölze, von denen bis heute mehrere Bäume erhalten sind.

Mitte des 18. Jahrhunderts wurde der Park durch die Entdeckung einer Heilquelle zum Kurpark. In der Blütezeit von „Bad Cleve“ wurde 1872 das Kurhaus mit Kurhotel und Wandelhalle gebaut, das heutige Museum Kurhaus Kleve.

Während der Napoleonischen Kriege wurden Teile der Gartenanlagen zerstört und sollten 1821 unter preußischer Herrschaft wieder aufgebaut werden. Gartenarchitekt Maximilian Friedrich Weyhe plante die Neugestaltung und gab den von barocker Symmetrie geprägten Anlagen den Charakter eines englischen Landschaftsgartens.

In der Klever Oberstadt, in ca. 2 km Entfernung zum Amphitheater, liegt der heutige „Prinz-Moritz-Park“ in dem sich im 17. Jahrhundert die Stadtresidenz von Johann Moritz, der Prinzenhof, befand, der mit einem prächtigen Lustgarten umgeben war. Die Anlage wurde 1944 durch einen Luftangriff zerstört.

Auch südlich der Stadt, im „Alten Park“ ließ Johann Moritz sternförmige Wege anlegen und künstliche Aussichtshügel aufwerfen. Hier führt heute der Prinz-Moritz-Wanderweg vom Fuße der Schwanenburg entlang des Kermisdahls zum Moritz Grabmal. Vorbei an den Sichtmarken „Spitzberg“, „Sitz vor Freudenberg“ und „Kiek in de Pott“ gelangt man, nahe des Grabmals, zum Papenberg, der einen wunderbaren Ausblick auf die Klever Silhouette mit Schwanenburg und Stiftskirche bietet.

Die Klever Gärten sind Teil der Straße der Gartenkunst und des Europäischen Gartennetzwerks EGHN.

Historische Gartenanlagen

Tiergartenstraße 74

47533 Kleve

Britischer Ehrenfriedhof

ehrenfriedhofDer Britische Ehrenfriedhof oder „Reichswald War Cemetery“ liegt inmitten des Reichswalds zwischen Kleve und dem niederländischen Gennep. Er ist der größte Kriegsgräberfriedhof des Commonwealth in Deutschland mit 7.654 Grabstätten, der architektonische Entwurf stammt von Philip Hepworth.

Kurz nach dem Zweiten Weltkrieg wurde durch die „Commonwealth War Graves Commission (CWGC)“ das Gebiet im Reichswald zur Sammelstelle der mehr als tausend Grabstätten in Deutschland bestimmt. Schon bald wurde mit der Umbettung begonnen, wozu auch deutsche Kriegsgefangene herangezogen wurden. Bereits im Januar 1948 wurde die ordnungsgemäße Überführung aller alliierten Soldaten, die im Kreisgebiet zu Tode gekommen waren, gemeldet. So entstand der flächenmäßig größte britische Soldatenfriedhof unter den 15 in Deutschland liegenden Sammelfriedhöfen.

Die außerordentlich gepflegten britischen Anlagen unterliegen einer strengen Gestaltung, die mitunter auch als monoton und künstlich empfunden werden kann. Diese Regeln wurden anlässlich der Gründung des CWGC 1917 in London festgelegt.

Im Eingangsbereich gewähren zwei Türme im maurischen Baustil einen weiten Blick in die Anlage. Links und rechts folgen in der Schmalachse zwei Schutzgebäude, welche die Gräberbücher mit allen Namen der hier beigesetzten Soldaten enthalten. Annähernd im Zentrum der Anlage ist der Altarstein aufgestellt, der von Sir Edwin Lutyens gestaltet wurde. Das große von Sir Reginald Blomfield entworfene Opferkreuz liegt gegenüber des Haupteingangs und bildet im Hintergrund, optisch durch den Wald abgeschlossen, eine große Parkeinheit.

Britischer Ehrenfriedhof

Grunewaldstraße

47533 Kleve

Galleien

galleienGalleien leitet sich von Alleen ab. Ihren Namen erhielt die halbkreisförmige Ebene, die durch den Kermisdahlbogen und die dahinterliegende Hügelkette begrenzt wird, durch die Gartenarchitektur des Statthalters Johann Moritz von Nassau-Siegen. Die Galleien oder das Freudental, wie er die Ebene bezeichnete, waren Teil eines Systems von Parkanlagen, Gräben und Alleen, das die Landschaft um Kleve gestaltete.

Der Blick über die Galleien auf die Stadt und den Kermisdahlhang, den Johann Moritz als natürliches Amphitheater empfand, inspirierte ihn zu seiner ersten Klever Gartenschöpfung, dem Alten Park. Das Gelände auf der Höhe gliederte er durch fächer- und sternförmige Schneisen. Hier hinein baute er sein Landhaus Freudenberg; später am Papenberg seine Eremitage zu Bergendal und seine Grabanlage. Die Niederung, das Freudental, gestaltete er durch drei parallel geführte Alleen, von denen eine vom Papenberg zur Schwanenburg, eine vom Spitzberg zu Stiftskirche und Prinzenhof führte. Zwei Alleen wurden 1955 und 1999 erneuert und im Sinne von Johann Moritz mit Birnbäumen bepflanzt.

Luisenbrücke

Im August 2005 wurde am „Engen Hals” eine Fußgängerbrücke über den Kermisdahl als Verbindung des früheren Lustgartens von Johann Moritz von Nassau-Siegen zu seiner gestalteten Galleien-Landschaft der Öffentlichkeit übergeben. In Erinnerung an die sehr beliebte Königin Luise von Preußen, die als l6-jährige Prinzessin 1791 Kleve auf einer Bildungsreise an den Niederrhein und nach Holland besuchte, trägt die Brücke ihren Namen.

Galleien

Wasserstraße / Bleichenberg

47533 Kleve

Schüsterken

schuesterkenVor vielen Jahrzehnten war Kleve in der Region Schuhstadt Nummer eins. Das kleine Schüsterken an der Brücke erinnert noch heute an diese Zeit. Er wird auch Spuckmännchen genannt, denn die Tradition des  Priemens war bei den Handwerksburschen weit verbreitet. Ende des 19. Jahrhunderts gründeten Fritz Pannier und Gustav Hoffmann eine Schuhfabrik in der Stadt. Es war die Geburtsstunde der Elefanten-Kinderschuhfabrik. Die Stadt Kleve war schon davor für ihre Schuster bekannt. Doch nun wurde die Stadt zu einem Zentrum der Kinderschuhindustrie. Der Grund für ihren Erfolg lag auch in der Einführung des Weitensystems für Schuhe durch Gustav Hoffmann. Rückblickend eine Einzigartigkeit – wurde doch bis zu diesem Zeitpunkt kein Unterschied zwischen einem rechten und einem linken Fuß gemacht. Eine weitere Neuheit kam hinzu: der Schuh mit biegsamer Sohle – für uns heute nicht mehr wegzudenken. In Kleve entstanden auch erstmals Kinderschuhe mit unterschiedlichen Leisten. Davor wurde erwartet, dass sich die Kinderfüße den Schuhen anpassten. Diese Vorgänger-Modelle waren richtige Verkrümmungsmaschinen, so ein damaliger Pfarrer. Die Zeiten haben sich geändert und die Fabrik von damals ist inzwischen geschlossen. Jedoch erinnert das kleine, von Joseph Brüx geschaffene, Klever Schüsterken noch an die Zeiten zurück, als pfeifende Schustergesellen, auf dem Weg zum Arbeitsplatz waren.

Schüsterken

Hergzogbrücke

47533 Kleve

Quelle: www.kleve.de

 

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