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Am Stein 12, 47533 Kleve

Der Reichswald

Mit weit über 5100 Hektar ist der Klever Reichswald die größte zusammenhängende Waldfläche am Niederrhein.

Ein Stück Natur mit hohem Erholungswert, was nicht nur einheimische Naturfreunde sondern auch unsere holländischen Nachbarn zu schätzen wissen. Besuchen Sie doch einmal den Reichswald, ob zu Fuß, mit dem Fahrrad oder dem Pferd. Der Reichswald bietet Ihnen alle Möglichkeiten. Auch wenn Sie Ruhe suchen, sind Sie hier genau richtig.

Die Geschichte

Der Name Reichswald taucht erstmals um die Mitte des 14 Jahrhunderts auf, doch die Geschichte dieses großflächigen Waldgebietes ist wesentlich älter. Für die Bataver, die sich vor knapp 2000 Jahren dort zum Aufstand gegen die Römer sammelten, war er der “Heilige Wald”. Kaiser und Könige haben hier gejagt, bevor der Wald im 15. Jahrhundert in den Besitz der Herzöge von Kleve überging.
Zu Anfang des 19. Jahrhunderts begann man mit der geordneten Forstwirtschaft, was das Erscheinungsbild des Waldes in hohem Maße veränderte. Aus dem mittelalterlichen Niederwald wurde langsam ein Hochwald. Eine Entwicklung, die heute in einigen Bereichen umgekehrt werden soll. Vor allem im Zweiten Weltkrieg wurde der Wald ganz erheblich in Mitleidenschaft gezogen. Nach Kriegsende mussten ca. 4000 Hektar neu aufgeforstet werden. Durch Ansiedlungen vor allem im heutigen Pfalzdorf und Louisendorf kam es allerdings auch zu den ersten großen Rodungen. Heute hat der Wald eine Größe von circa 5100 Hektar, die Aufforstung wird aber in kleineren Bereichen weiter betrieben.

Die Geographie

Die Höhen des Reichwaldes sind Teil des Niederrheinischen Höhenzuges, der sich über eine Länge von circa 60 km zwischen Kamp-Lintfort und Nimwegen erstreckt. Im Reichswald befinden sich die höchsten Erhebungen des Unteren Niederrheins, nämlich der Klever Berg mit 106 Metern, sowie der Stoppel-, Gelden- und Brandenberg mit etwa 90 m Höhe über dem Meeresspiegel. Zum Rhein hin entwässern drei kleine Bäche, die Rote, die Klare und die Schwarze Beeke.

Die Vegetation

Von der potentiellen natürlichen Vegetation her müsste der Reichswald eigentlich einen trockenen Eichen-Buchen-Wald hervorbringen. Die wirtschaftliche Nutzung hat allerdings dafür gesorgt, dass heute Nadelgehölze wie Fichte und Kiefer überwiegen. Ein naturnaher Eichen-Birken-Wald ist verhältnismäßig selten, öfter trifft man noch den Eichen-Buchen-Wald an. Zum Schutz dieser wertvollen Restwaldgebiete sind im Reichswald aus Naturschutzgründen und zu Forschungszwecken Naturwaldzellen eingerichtet worden, die keiner wirtschaftlichen Nutzung mehr unterliegen. Hier stocken Rotbuchen, Stiel- und Traubeneichen neben Hainbuchen. Überall verstreut im Staatsforst finden sich Heidekrautbestände.

Die Tierwelt

Bekannt aber ist der Reichswald vor allem wegen seines Wildvorkommens. Neben dem Reh- und Rotwild kann vor allem das Schwarzwild beobachtet werden. In den ruhigen und abgelegenen Teilen des Reichswaldes kommen Fuchs und Dachs vor und teilweise kann man sogar noch den seltenen Baummarder sehen. Kreuzotter, Schlingnatter oder Blindschleiche kommen ebenso vor wie der Schwarzspecht, die Dohle, der Waldkauz und die Hohltaube. Mäusebussard, Habicht, und Wespenbussard horsten im Gebiet genau wie der Sperber und der Baumfalke. Auffällige Vögel der Kahlschläge sind der Ziegenmelker, der Rotrückenwürger und der Neuntöter. Lassen Sie sich einfach überraschen, und machen Sie Ihre eigene Entdeckungsreise.

Das Erholungsgebiet

Das Erholungsgebiet Reichswald hat für die Bevölkerung des Niederrheins, der angrenzenden Niederlande und des Ruhrgebietes eine überragende Bedeutung. Gut ausgebaute Wander- und Reitwege durchziehen alle Teile des Waldgebietes. Besondere Wanderziele locken Jahr für Jahr viele Besucher an. Hierzu zählen die “Sieben Quellen” nahe Nütterden, die prachtvollen Laubwaldungen des Tiergartens mit dem Amphitheater und dem kleinen Zoo, die Naturwaldzellen “Rehsol” und der “Geldenberg”.

Der Reichswald im Herbst und im Winter

Herbst und Winter, kalt, immer dunkler. Die Bäume halten die Blätter nicht, auf nackten Ästen tummelt sich niemand und auch in der Luft schwirrt es nicht mehr. Nichts kreucht, nichts fleucht. Der Wald ruht. So sieht es zumindest aus. So ist es aber nicht. Der Wald lebt. Und wie! Im November, wenn die Bucheckern gefallen sind, bricht bei den Tieren im Reichswald hektische Betriebsamkeit aus. Für die einen steht der Winter, für die anderen die Hoch-Zeit des Jahres bevor. Zum Beispiel für Wildschweine und Füchse. Für sie geht mit Anbruch der kalten Jahreszeit die Sonne auf. Paarungszeit!

Quelle: www.kleve.de

 

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